Zum Inhalt springen

Narrabelle – Stories of Love

Artikel: Honeymoon-Chaos

Honeymoon-Chaos
Konflikt, Verlangen

Honeymoon-Chaos

Geschichte anhören
Schließ die Augen und fang an zu träumen.

0:00 0:00

 

Der Flur im zwölften Stock roch nach Desinfektionsmittel und dem süßlichen Parfüm einer Frau, die gerade vorbeigegangen war. Sarah zog ihren Rollkoffer hinter sich her, dessen Räder auf dem grauen Teppichboden kaum zu hören waren. Die Konferenz begann morgen um acht. Sie hatte genau vierzehn Stunden, um ihre Präsentation zu perfektionieren, zu schlafen und sich mental darauf vorzubereiten, Jonas Parker gegenüberzutreten.

Jonas. Allein der Name ließ ihre Kiefermuskeln sich anspannen.

Sie blieb vor Zimmer 1247 stehen, schob die Schlüsselkarte in den Schlitz. Das Licht blinkte grün. Die Tür gab nach, schwer und leise. Sie trat ein – und erstarrte.

Auf dem Bett, das viel zu groß und viel zu weiß war, lag eine aufgeschlagene Laptoptasche. Daneben ein Jackett. Anthrazit. Maßgeschneidert.

Ihr Puls beschleunigte sich.

Das Badezimmer war beleuchtet. Sie hörte Wasser laufen. Dann das Klicken eines Rasierers.

Sarah ließ ihren Koffer los. Er kippte gegen die Wand.

Die Badezimmertür öffnete sich.

Jonas Parker stand im Türrahmen, Hemd halb zugeknöpft, die Ärmel hochgekrempelt. Sein Blick traf ihren – und für eine Sekunde war da nichts als Überraschung. Dann zog sich etwas in seinem Gesicht zusammen, eine Mischung aus Belustigung und eisiger Kontrolle.

„Falsche Tür?", fragte er.

Seine Stimme war tiefer, als sie in Erinnerung hatte. Ruhiger. Gefährlicher.

„Falsche Buchung", erwiderte sie und hielt ihre Schlüsselkarte hoch. „Das ist mein Zimmer."

Er lehnte sich gegen den Türrahmen, die Arme vor der Brust verschränkt. „Komisch. Ich habe dieselbe Nummer."

Sarah ging zur Ablage, wo seine Schlüsselkarte in einem weißen Umschlag lag. Sie griff danach, drehte ihn um. 1247.

„Rezeption", sagte sie und wandte sich zur Tür.

„Die macht in fünf Minuten zu."

Sie drehte sich um. „Wie bitte?"

„Es ist nach Mitternacht. Die Nachtschicht kommt erst um sechs."

Sarah schloss die Augen. Ihr Kopf pochte. Sie hatte den letzten Zug genommen, war vier Stunden durch die Kälte gereist, hatte sich mit ihrer Präsentation bis zur Erschöpfung gequält – und jetzt das.

„Dann rufe ich an."

Jonas zuckte mit den Schultern. „Viel Erfolg. Ich habe es schon versucht. Die Leitung ist besetzt."

Er ging zurück ins Badezimmer, als wäre die Sache erledigt. Sarah hörte, wie er die Zahnbürste unter Wasser hielt, wie er sich das Gesicht wusch. Ganz ruhig. Ganz selbstverständlich.

Sie wählte die Nummer der Rezeption. Es tutete. Und tutete. Niemand nahm ab.

„Verdammt", flüsterte sie.

„Das Sofa ist bequem", rief er aus dem Bad.

 

 

Sie starrte auf die Couch – cremeweiß, schmal, viel zu kurz für einen Menschen über eins fünfundsechzig.

„Du kannst es gern nehmen", sagte sie laut.

Er kam zurück, jetzt ohne Hemd. Nur eine dunkle Hose. Sein Oberkörper war schmal, aber definiert – nicht wie ein Fitnessstudio-Typ, eher wie jemand, der viel zu wenig aß und zu viel arbeitete. Auf der linken Schulter eine kleine Narbe. Sie zwang sich, wegzusehen, aber das Bild hatte sich bereits eingebrannt.

„Ich habe das Zimmer zuerst bezogen", sagte er.

„Ich habe die Buchungsbestätigung von vor drei Wochen."

„Ich von vor sechs."

Sie starrten sich an.

„Das ist lächerlich", sagte Sarah.

„Ja."

„Wir sind erwachsene Menschen."

„Das hoffe ich doch."

„Wir können eine Lösung finden."

Jonas trat näher. Nicht bedrohlich. Nur … da. Der Raum wurde kleiner. Die Luft dichter. Sie roch sein Aftershave – etwas Herbes, Teures, das nicht zu dem Mann passte, der sie letztes Jahr vor dem Vorstand auseinandergenommen hatte.

 

 

„Welche Lösung schwebt dir vor?", fragte er leise.

Sie wich nicht zurück. „Ich nehme das Bett. Du das Sofa."

„Oder umgekehrt."

„Nein."

„Warum nicht?"

„Weil du ein Arschloch bist."

Seine Mundwinkel zuckten. Keine Belustigung. Nur Anerkennung.

„Du hast mich letztes Jahr vor dem gesamten Vorstand bloßgestellt", sagte er.

„Du hast meine Zahlen manipuliert."

„Ich habe sie korrigiert."

„Du hast sie sabotiert."

Er lehnte sich gegen die Wand, die Hände in den Hosentaschen. „Dein Modell war fehlerhaft."

„Dein Ego ist fehlerhaft."

Stille.

Dann lachte er. Kurz, rau, überrascht von sich selbst.

„Gut", sagte er. „Dann sind wir quitt."

„Nicht mal annähernd."

„Was willst du hören?"

„Dass du falsch lagst."

„Das war ich nicht."

„Dann eben nichts."

Sie drehte sich um, zerrte ihren Koffer zum Bett, begann auszupacken. Ihre Hände zitterten leicht, aber sie zwang sie zur Ruhe. Sie würde sich nicht von ihm aus der Fassung bringen lassen. Nicht heute Nacht. Nicht morgen. Nicht jemals.

Jonas bewegte sich nicht. Sie spürte seinen Blick auf ihrem Rücken, schwer und präzise. Wie er über ihre Schultern glitt, ihren Nacken, die Linie ihrer Wirbelsäule. Es fühlte sich an wie eine Berührung, obwohl er drei Meter entfernt stand.

Dann hörte sie, wie er zum Fenster ging. Wie er die Vorhänge ein Stück zurückzog. Die Stadt lag unter ihnen, ein Meer aus gelben Lichtern, das im Nieselregen verschwamm.

„Ich schlafe auf dem Boden", sagte er schließlich.

„Was?"

„Du nimmst das Bett. Ich nehme den Boden."

Sie drehte sich um. „Das ist nicht—"

„Ich bestehe darauf."

„Warum?"

Er sah sie an. Sein Gesicht war ruhig, aber seine Augen nicht. Sie waren dunkel, intensiv, und etwas darin ließ ihren Atem stocken.

„Weil ich kein Arschloch bin."

 

Sie lag im Dunkeln, die Decke bis zum Kinn gezogen. Das Bett roch nach frischer Wäsche und etwas Unpersönlichem – Hotelseife, neutrales Waschmittel. Draußen pfiff der Wind leise durch einen Spalt im Fenster. Die Heizung brummte.

Jonas lag drei Meter entfernt auf dem Boden. Sie hatte ihm eine Decke gegeben. Er hatte sie wortlos genommen.

Sie starrte zur Decke. Ihr Kopf war zu voll. Die Präsentation. Die Zahlen. Die Art, wie er sie heute angesehen hatte – nicht feindselig, nur müde. Als wäre der ganze Kampf plötzlich sinnlos.

Und darunter, kaum zugegeben, die Art, wie ihr Körper reagiert hatte, als er ohne Hemd vor ihr gestanden hatte. Die Wärme, die in ihr aufgestiegen war. Das Kribbeln, das sie ignoriert hatte, weil es unmöglich war, weil es falsch war.

„Schläfst du?", fragte sie leise.

„Nein."

„Tut mir leid."

„Wofür?"

„Dass du auf dem Boden liegst."

„Ist nicht das erste Mal."

Sie drehte den Kopf zur Seite. Sie konnte ihn nicht sehen, nur die Kontur der Decke, die sich leicht hob und senkte.

„Warum machst du das?", fragte sie.

„Was?"

„Diesen Job. Diese Konferenzen. Du könntest überall arbeiten."

„Du auch."

„Ich bin nicht wie du."

„Nein?"

„Nein. Du bist … eiskalt."

Er lachte leise. „Das sagen viele."

„Stimmt es?"

Pause.

„Manchmal."

Sie schloss die Augen. Ihr Herz schlug zu schnell.

„Ich hasse dich", flüsterte sie.

„Ich weiß."

„Ich hasse, dass du immer recht hast."

„Tu ich nicht."

„Doch. Und ich hasse, dass du nie etwas falsch machst."

„Sarah."

Ihre Augen öffneten sich. Er hatte ihren Namen noch nie ausgesprochen. Nicht so. Nicht leise, wie eine Frage, wie eine Berührung.

„Was?"

„Ich mache ständig etwas falsch."

Sie richtete sich auf. Ihr Puls dröhnte in ihren Ohren.

„Wie zum Beispiel?"

Er setzte sich ebenfalls auf. Sein Gesicht war im Schatten, nur die Linie seines Profils erkennbar. Stark. Präzise. Schön auf eine Art, die sie wütend machte.

„Ich hätte nicht die Rezeption überreden sollen."

Ihr Atem stockte. „Was?"

„Ich habe sie gebeten, mir die Zimmernummer deiner Buchung zu geben. Dann habe ich meine ändern lassen."

Stille.

„Warum?"

„Weil ich wissen wollte, ob du mich wirklich so sehr hasst, wie du tust."

Ihre Hände ballten sich in der Decke. „Das ist—"

„Falsch. Ja."

„Warum?"

Er stand auf. Kam näher. Nicht zu nah. Aber nah genug, dass sie die Wärme spürte, die von ihm ausging. Nah genug, dass sie sein Aftershave roch, vermischt mit etwas anderem – seiner Haut, seinem Atem.

„Weil ich seit einem Jahr an dich denke."

Die Worte trafen sie wie Schläge. Keine Metapher. Ihr Körper reagierte – Hitze stieg ihr in die Wangen, ihr Magen zog sich zusammen, und tiefer, an einem Ort, den sie nicht benennen wollte, ein Pochen, ein Ziehen. Sie konnte nicht sprechen.

„Ich weiß, dass du mich hasst", sagte er. „Und ich verstehe das. Aber ich musste es sagen."

„Du—" Ihre Stimme brach. Sie versuchte es noch einmal. „Du hast es inszeniert?"

„Ja."

 

 

„Um was zu beweisen?"

„Nichts. Nur um … hier zu sein."

Sie stand auf. Ihre Beine zitterten. Sie war barfuß, im Schlafshirt, verletzlich. Aber sie trat ihm entgegen.

„Du bist widerlich."

„Ja."

„Du bist manipulativ."

„Ja."

„Und du denkst, das macht es besser?"

„Nein."

Sie standen sich gegenüber. Sein Atem streifte ihre Stirn. Sie sah die Kontur seines Gesichts im Dunkeln, die Schatten, die das schwache Licht von draußen warf. Sah, wie sich sein Brustkorb hob und senkte, schneller als normal.

„Ich sollte gehen", sagte er.

„Ja."

Aber er bewegte sich nicht. Und sie auch nicht.

„Sarah."

„Was?"

„Sag mir, dass ich gehen soll."

Ihr Herz raste. Ihr Mund war trocken. Sie wollte etwas Scharfes sagen, etwas Vernichtendes. Aber alles, was herauskam, war ein Flüstern.

„Ich kann nicht."

Seine Hand hob sich. Langsam. So langsam, dass sie hätte zurückweichen können. Aber sie tat es nicht. Seine Finger berührten ihre Wange. Kühl. Fest. Und dann glitt sein Daumen über ihren Wangenknochen, sanft, forschend, als würde er etwas lernen wollen.

„Warum nicht?"

„Weil ich dich auch hasse", flüsterte sie. „Aber nicht genug."

Sein Daumen bewegte sich weiter, strich über ihren Kiefer, ihren Hals. Sie schloss die Augen, unfähig, den Kontakt zu ertragen und gleichzeitig unfähig, ihn zu beenden.

„Wir sollten schlafen", sagte er, aber seine Stimme war rau geworden, brüchig.

„Ja."

Aber seine Hand blieb, wo sie war. Und sie öffnete die Augen, sah ihn an, sah das Verlangen in seinem Blick, das er nicht mehr versteckte.

„Jonas—"

„Sag mir, dass ich aufhören soll."

„Ich—"

Aber die Worte kamen nicht. Stattdessen bewegte sie sich, schloss die letzten Zentimeter zwischen ihnen, und dann küsste sie ihn.

Es war nicht sanft. Es war Wut und Sehnsucht und ein Jahr unterdrückter Spannung, die sich endlich entlud. Seine Lippen waren warm, fordernd, und er antwortete sofort, zog sie näher, seine Hände in ihrem Haar, an ihrem Rücken.

Sie keuchte gegen seinen Mund, ihre Finger krallten sich in sein T-Shirt. Er schmeckte nach Zahnpasta und etwas Herbem, nach Kontrolle, die gerade zerbröckelte.

„Verdammt", murmelte er gegen ihre Lippen. „Sarah, verdammt—"

„Halt die Klappe", flüsterte sie und küsste ihn härter, zog ihn mit sich, bis ihre Beine gegen das Bett stießen.

Er löste sich von ihr, nur einen Moment, sein Atem schwer. „Bist du sicher?"

„Nein." Sie zog ihn wieder an sich. „Aber tu es trotzdem."

Er stöhnte leise, und dann waren sie auf dem Bett, sein Gewicht über ihr, warm und schwer und perfekt. Seine Hände glitten unter ihr Shirt, über ihre Haut, hinterließen Spuren aus Feuer.

„Ich habe mir das vorgestellt", murmelte er gegen ihren Hals. „So oft."

„Wie?" Ihr Atem kam stoßweise.

„Dich. So. Unter mir." Seine Lippen wanderten über ihren Hals, ihre Schulter. „Mich ansehend, als würdest du mich hassen und wollen, beides gleichzeitig."

„Ich tue beides."

Er lachte, dunkel und rau, und dann zog er ihr Shirt über den Kopf. Seine Augen glitten über sie, langsam, intensiv, und sie fühlte sich nackt unter diesem Blick, verletzlich.

„Du bist so schön", flüsterte er. „Ich hasse, wie schön du bist."

„Dann sind wir quitt."

Sie zog an seinem Shirt, und er half ihr, warf es beiseite. Ihre Hände fuhren über seine Brust, fühlten die Wärme seiner Haut, die Härte seiner Muskeln, die kleine Narbe auf seiner Schulter.

„Was ist das?", fragte sie.

„Unfall. Vor Jahren." Er küsste sie wieder, tiefer. „Nicht wichtig."

Sie wollte widersprechen, wollte mehr wissen, aber dann glitten seine Hände über ihren Körper, und alle Gedanken lösten sich auf. Er nahm sich Zeit, lernte jeden Zentimeter, jeden Atemzug, jedes Geräusch, das sie machte.

„Jonas—" Sie bog sich ihm entgegen, verzweifelt, atemlos.

„Was brauchst du?" Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

„Dich. Jetzt."

Er zögerte, sah sie an. „Ich will das richtig machen."

„Es gibt kein richtig. Nur das hier."

Und dann gab er nach, und sie bewegten sich zusammen, fanden einen Rhythmus, der nur ihnen gehörte. Es war nicht perfekt – zu viel Wut, zu viel Sehnsucht, zu viel von allem. Aber es war echt.

Sarah klammerte sich an ihn, ihre Nägel gruben sich in seinen Rücken, als die Welt sich auflöste. Sie hörte ihren Namen auf seinen Lippen, gebrochen, verzweifelt, und dann folgte er ihr über die Kante, sein Körper zitternd gegen ihren.

Danach lagen sie verschlungen, ihre Körper verschwitzt, ihre Herzen rasend. Seine Hand lag auf ihrem Bauch, warm und besitzergreifend.

„Das war—", begann er.

„Sag es nicht", unterbrach sie. „Sag nichts."

„Okay."

Sie schloss die Augen, spürte die Erschöpfung, die durch sie hindurchsickerte. Aber auch etwas anderes. Etwas, das sich anfühlte wie Frieden.

„Sarah?"

„Mm?"

„Ich denke immer noch an dich."

Sie lächelte, obwohl er es nicht sehen konnte. „Ich weiß."

 

 

Am Morgen wachte sie auf, und er lag neben ihr, nicht auf dem Boden. Sein Arm lag über ihrer Taille, sein Gesicht im Kissen vergraben. Er sah jünger aus im Schlaf, verletzlich.

Sie beobachtete ihn eine Weile, erlaubte sich diesen Moment, bevor die Realität zurückkehrte.

Dann bewegte er sich, öffnete die Augen. Für einen Moment war da Verwirrung, dann Erinnerung, dann etwas, das aussah wie Hoffnung.

„Hi", sagte er.

„Hi."

„Bereust du es?"

Sie dachte nach. Ehrlich. „Nein. Noch nicht."

„Das ist ein Anfang."

„Ja."

Er zog sie näher, küsste ihre Stirn. „Du wirst heute großartig sein."

„Woher weißt du das?"

„Weil du immer großartig bist. Auch wenn du mich hasst."

Sie lachte leise. „Ich hasse dich ein bisschen weniger heute Morgen."

„Fortschritt."

Sie lagen so noch eine Weile, bis der Wecker sie zur Realität zwang.


Die Präsentation lief perfekt. Sie sprach frei, präzise, mit einer Schärfe, die sie selbst überraschte. Der Saal applaudierte. Ihr Chef nickte anerkennend.

Und Jonas saß in der letzten Reihe. Er schaute nicht auf sein Handy. Er schaute sie an, und in seinem Blick lag etwas, das sie vorher nie gesehen hatte.

Stolz.

Nach der Konferenz, im Gewühl des Foyers, drängte sie sich durch die Menge. Sie musste ihn finden. Sie wusste nicht warum. Sie wusste nur, dass sie es musste.

Sie fand ihn am Ausgang, die Hände in den Taschen, wartend.

„Hey", sagte sie.

„Hey." Er lächelte. „Du warst—"

„Großartig. Ja, das hast du gesagt."

„Weil es stimmt."

Sie standen sich gegenüber, unsicher plötzlich, nach der Intimität der Nacht.

„Was jetzt?", fragte sie.

„Das entscheidest du."

„Ich weiß nicht, was ich will."

„Lüge." Er trat näher. „Du weißt immer, was du willst."

Sie schluckte. „Okay. Ich will… das hier. Noch einmal. Öfter. Aber ich weiß nicht, wie."

„Wir finden es heraus."

„So einfach?"

„Nein." Er nahm ihre Hand. „Aber es ist es wert."

Ihr Handy vibrierte. Sie ignorierte es.

„Nächstes Mal", sagte sie, „nehme ich das Bett."

„Oder wir teilen es."

„Oder das."

Er küsste sie, dort im Foyer, vor allen. Kurz. Aber fest genug, dass es ein Versprechen war.

Als er sich löste, lächelte er. „Bis zum nächsten Mal, Sarah."

„Bis zum nächsten Mal, Jonas."

Sie gingen in verschiedene Richtungen. Aber diesmal wusste sie, dass es nicht das Ende war.

Ihr Handy vibrierte wieder. Eine Nachricht von ihm.

*„Zimmer 1247. Nächsten Monat. Gleiche Zeit?"*

Sie lächelte, tippte zurück.

*„Nur wenn du das Sofa nimmst."*

*„Deal. Aber ich schlafe trotzdem bei dir."*

*„Ich weiß."*

Und zum ersten Mal seit langem fühlte sich die Zukunft nicht wie ein Kampf an.

Sondern wie eine Möglichkeit.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Danke. Bitte bestätige jetzt deine Anmeldung in der Mail die wir dir geschickt haben.

Kostenfrei anmelden und 2 exklusive E-Books erhalten

Im Narrabelle-Newsletter bekommst du von Zeit zu Zeit Updates, Infos und exklusive Geschichten.

Zum Start bekommst du 2 exklusive E-Books mit Geschichten (inklusive Audio-Version zum Anhören).


„Salz und Adrenalin“ entführt dich an die sonnenhellen Strände Portugals - warm, frei, salzig:

Bild eines kostenlosen E-Books. Auf dem Cover ist eine Frau am Strand mit einem Surfbrett in der Hand zu sehen.


„Der Funken im Schnee“ führt dich in einen Winter voller Nähe und leiser Leidenschaft:

Bild eines kostenlosen E-Books. Auf dem Cover küssen sich eine Frau und ein Mann in der Tür einer Holzhütte.

Weitere Stories

Rotes Kleid, falsche Nummer
Fantasie

Rotes Kleid, falsche Nummer

Eine fremde Nummer, ein rotes Kleid und eine Nacht voller Nachrichten. Maren und Lena wagen sich aus der Deckung – eine zarte Liebesgeschichte über den Mut, endlich gesehen zu werden.

Zur Geschichte
Honeymoon-Chaos
Konflikt

Honeymoon-Chaos

Sarah und Jonas sind erbitterte Konkurrenten. Ein Buchungsfehler zwingt sie jedoch in dasselbe Hotelzimmer. Zwischen ihnen: nur ein Bett und knisternde Spannung. In dieser Nacht wird aus Hass glühe...

Zur Geschichte
Die Rückkehr
Konflikt

Die Rückkehr

Drei Monate Funkstille, dann steht er wieder da. Lena schwankt zwischen Wut und Verlangen. Eine intensive Kurzgeschichte über eine Liebe, die wehtut, süchtig macht und nur im „Jetzt“ existieren kann.

Zur Geschichte
>