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Narrabelle – Stories of Love

Artikel: Der Kakao um halb zwei

Der Kakao um halb zwei
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Schließ die Augen und fang an zu träumen.

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Der Kakao stand noch da, als Greta Sonnenschein die Tür aufstieß.

Halb zwei Uhr morgens, und das Neon-Schild draußen machte, was Neon-Schilder in Norristown immer machen: es flackerte. S-U-N-O-C-O, dann nur noch S-U-N, dann wieder alles. Der Parkplatz dahinter war leer bis auf ihren Ford Tempo, der unter dem November-Himmel stand wie etwas, das vergessen worden war. Die Luft roch nach Motorabgasen und dem Anfang von Frost, und drinnen, sobald die Tür hinter ihr zuging, nach Maschinenöl und dem abgestandenen Kaffee aus einer Maschine, die seit Wochen niemand gereinigt hatte.

Greta kannte diesen Geruch noch nicht. Das würde sich ändern.

Auf dem Beifahrersitz ihres Wagens lagen, akkurat gefaltet wie etwas, das man nicht wirklich anfassen möchte, die Scheidungspapiere. Dale Sonnenscheins Unterschrift war tintenschwarz und ordentlich, so wie er immer gewesen war: ordentlich. Greta hatte die ganze Fahrt über nicht auf sie gesehen. Trotzdem wusste sie genau, wo die Seiten lagen.

Sie war hereingekommen wegen der Zigaretten.

Das sagte sie sich jedenfalls. Sie hatte seit vier Jahren nicht mehr geraucht, aber es gibt Nächte, in denen die Hände sich nach etwas sehnen, das man halten kann, das zwischen den Fingern brennt, das einen Grund gibt zu atmen und nicht zu atmen in einem. Ihre Lederjacke war die alte, die sie seit dem College hatte, die Nieten am linken Ärmel abgeknabbert bis auf das Metall, die Nähte des Kragens ausgeblichener als der Rest. Dale hatte sie gehasst. Das war jetzt kein Argument mehr.

Der Mann hinter der Theke sah auf, als die Tür die Kälte hereinließ.

Siebenundzwanzig, nein, neunundzwanzig, wie sie später herausfinden würde, mit dunklen Haaren, die er nicht kämmte, weil er um halb zwei nachts niemanden erwartete, dem das wichtig gewesen wäre. Blaues Sunoco-Hemd, die obersten zwei Knöpfe offen. Augen, die ruhig blieben, sachlich, ohne das Abschätzen oder das stille Einladen, das Männeraugen in Tankstellen manchmal tun, wenn eine Frau um halb zwei hereinkommt. Er sah sie an wie jemand, der sieht.

„Marlboro," sagte Greta. Ihre Stimme klang rauer als beabsichtigt. Drei Wochen seit der Trennung, vier Tage seit den Papieren, und sie hatte mit niemandem wirklich geredet, nicht über das Wetter, nicht über nichts.

Er drehte sich zum Regal um.

Greta legte die Hände auf die Theke und merkte erst dann, dass sie zitterte. Ein feiner, kaum sichtbarer Tremor, der kommt, wenn der Körper Stunden gebraucht hat, um sich einzugestehen, dass er nicht schlafen wird und trotzdem nicht laufen will. Ihre Hände auf dem weißen Kunststoff der Theke: ungebürstetes Haar, keine Schminke, neununddreißig Nächte ohne vernünftigen Schlaf, auch wenn sie erst eine Frau von sechsunddreißig war.

Der Mann hinter der Theke hatte sich nicht umgedreht. Trotzdem.

Als er wieder da stand, hatte er die Marlboros in der Hand und außerdem einen Becher Kakao aus dem Automaten an der Wand, der billig und süß war und nach Kindheit roch, nach der Sorte Trost, die keine Ansprüche stellt. Er stellte beides auf die Theke. Nannte den Preis der Zigaretten. Sagte kein Wort über den Kakao.

Greta sah ihn an.

Er sah zurück: neutral, geduldig, ohne Erklärung.

Sie zahlte die Zigaretten. Sie nahm den Kakao. Er verlangte nichts.

Draußen, im Ford Tempo, rauchte sie keine Zigarette. Sie saß da und trank den Kakao, der aus Pulver und heißem Wasser war und nach nichts Besonderem schmeckte, außer dass er warm war und jemand ihn ihr gemacht hatte, ohne einen Grund dafür zu brauchen. Auf dem Beifahrersitz lagen die Scheidungspapiere. Sie sah sie an. Sie faltete sie nicht um. Sie fuhren mit ihr nach Hause.

Am nächsten Abend kam sie wieder. Halb zwei, fast auf die Minute.

Sie kaufte keine Zigaretten. Der Kakao stand auf der Theke, bevor sie gefragt hatte.

So fing es an.

---

Drei Wochen.

Es gibt ein Wort für das, was zwischen Greta Sonnenschein und Danny Kowalczyk in diesen drei Wochen entstand, aber es ist kein romantisches Wort. Es ist ein stillleres Wort: Gewohnheit. Oder vielleicht: Verlässlichkeit. Die Sorte, die man nicht bespricht, weil das Besprechen etwas kaputtmachen würde, das gerade dabei ist, sich von selbst zu halten.

Sie kam um halb zwei. Er machte den Kakao. Manchmal kaufte sie etwas, Kaugummi, eine Packung Butterkekse, einmal, in einer Anwandlung von Ehrlichkeit, eine einzelne Banane, aber das war nicht der Grund. Der Grund war das Linoleum und das flackernde Neon und der Geruch von Maschinenöl und die Tatsache, dass Danny Kowalczyk sie nicht fragte, warum sie um halb zwei nachts hier war, sondern ihr einfach die Banane einscannte und „schönen Abend noch" sagte, als wäre das die normalste Sache der Welt.

Es dauerte eine Nacht, bis Greta verstand, was sie getan hatte. Und dann noch eine, bis sie aufhörte, so zu tun, als hätte sie es nicht verstanden.

Die erste Nacht war einfach: Sie war auf dem Heimweg gewesen, war auf die I-76 aufgefahren und hatte noch den Kakao-Geschmack im Mund gehabt, diesen billigen, pulvrigen Süßgeschmack, der eigentlich nach nichts schmeckte, und hatte gedacht: Ich werde das morgen vermissen. Ihn. Dieses Wissen hatte sich in ihrem Brustkorb festgesetzt wie ein Kieselstein in einem zu engen Schuh, und sie war nach Hause gefahren und hatte die Schlüssel auf die Küchentheke geworfen und sich gesagt, heute nicht.

Morgen vielleicht. Aber heute nicht.

Ihr Reihenhäuschen in der Elm Street, Conshohocken, war das, was Immobilienmakler gerne „geräumig für eine Person" nannten: vier Zimmer, von denen sie zwei mit Kartons gefüllt hatte, die sie nie auspacken würde, weil das Auspacken bedeutet hätte, dass sie hier ankam. Der Flur roch nach frischer Farbe und dem alten Teppich darunter. Die Küche hatte ein Fenster zur Gasse hinaus, und wenn Greta an der Spüle stand, sah sie die Rückseite der Nachbarhäuser, ihre Mülltonnen, das Licht in einem Fenster, das manchmal noch um drei Uhr morgens brannte, und sie fragte sich manchmal, ob da auch jemand saß, der nicht schlafen konnte.

Sie machte Instant-Kaffee. Die Kaffeekanne stand auf dem Herd: alt, ein Hochzeitsgeschenk, das Dale bei der Trennung nicht wollte, weil er eine bessere hatte. Greta hatte sie genommen, aus keinem anderen Grund als dem, dass sie noch gut war. Der Kaffee, den sie jetzt daraus trank, war aus dem billigsten Glas aus dem Regal beim Giant, löffelweise, und er schmeckte nach heißem Wasser mit einer Andeutung von Bitterkeit, genauso wie die Nacht, die gerade damit anfing, sich hinzuziehen.

Das Telefon hing an der Wand neben dem Kühlschrank und klingelte nicht. Es hatte in dieser Woche dreimal geklingelt: einmal ihre Schwester Bea, die fragte, ob sie okay sei und eigentlich wissen wollte, ob es wegen Dale war, was Greta mit einem „Klar" beantwortete. Einmal ihr Vermieter wegen eines Formulars. Einmal hatte jemand aufgelegt, ohne zu reden.

Sie trank den Kaffee und sah auf die Kartons.

Auf dem obersten Karton stand in ihrer Handschrift, mit dem roten Edding, der damals noch nicht ausgetrocknet gewesen war: KÜCHE DIVERSES. Darunter: BÜCHER. Darunter: BÜCHER 2. Drei Kartons mit Büchern, und keiner davon war geöffnet, weil die Bücher auf dem Boden zu stehen bedeutet hätte, dass die Regale erst noch aufgehängt werden müssten, und das war eine Entscheidung, eine Entscheidung für dieses Haus, und Entscheidungen für Häuser kamen nach Entscheidungen für Männer, und Entscheidungen für Männer.

Greta stellte den Kaffeebecher in die Spüle.

Ein Mann hinter einer Tankstellentheke in Norristown, Pennsylvania, der ihr keinen Grund gegeben hatte, irgendwas zu denken. Er machte den Kakao, weil er so einen Automaten hatte, und weil es halb zwei Uhr morgens war, und weil es das war, was man um halb zwei morgens macht, wenn man eine Frau sieht, die nach etwas aussieht, das sie aufwärmt. Das war alles. Das war die ganze Geschichte.

Sie ging ins Bett. Sie schlief nicht.

Am nächsten Abend fuhr sie auch nicht zur Tankstelle.

Am übernächsten Abend stand sie um Viertel nach eins auf, zog ihre Lederjacke an, nahm die Schlüssel und setzte sich dann wieder auf die Bettkante und ließ die Schlüssel auf den Boden fallen. Er war neunundzwanzig. Sie war sechsunddreißig, hatte gerade eine Scheidung hinter sich und zwei Zimmer voller Kartons, die auf sie warteten wie ungehaltene Anschuldigungen. Es gab im Leben bestimmte Türen, bei denen man wusste, bevor man sie aufmachte, dass man sie vielleicht nicht wieder würde zumachen können. Greta kannte diese Türen. Sie hatte eine davon mit zwanzig aufgemacht und war dreizehn Jahre lang dadurch gegangen.

Sie ließ die Schlüssel auf dem Boden liegen.

Danny Kowalczyk bemerkte die leere Theke um halb zwei, wie man eine Lücke im Regal bemerkt, wo vorher etwas gestanden hat, das man nie zu mögen behauptet hätte. Er machte den Kakao trotzdem. Um halb drei stand er noch da. Um drei hatte er sich abgekühlt, und Danny hatte ihn weggeschüttet und einen neuen gemacht, für den Fall, ohne darüber nachzudenken, warum. Um vier trank er ihn selbst, weil es sinnlos war, und er schmeckte zu süß und nach nichts Besonderem.

Am zweiten Abend machte er ihn nicht.

Am dritten Abend fuhr er nach Dienstschluss langsam die Elm Street entlang.

Er kannte ihre Adresse nicht. Er hatte sie nie gefragt. Was er kannte, war die Richtung: Sie fuhr immer links raus vom Parkplatz, immer Richtung Conshohocken Road. Er fuhr langsam, Hausnummer für Hausnummer, und sagte sich, dass er einfach fahren würde, bis er ihr Auto erkannte. Es war ein dunkelblauer Subaru mit einem Kratzer an der Beifahrertür. Er hatte ihn oft genug gesehen.

Die Elm Street war um kurz nach Mitternacht still genug, dass Greta das Summen der Straßenlaterne hören konnte, als sie die Auffahrt hochfuhr. Der Wagen stand schon, bevor sie wusste, was sie gesehen hatte: eine Gestalt vor ihrer Haustür, dunkel gegen das schwache Licht, die Hände in den Jackentaschen, und daneben eine kleine braune Papiertüte, die auf der Stufe stand wie etwas, das schon eine Weile gewartet hatte.

Danny Kowalczyk sah auf, als das Scheinwerferlicht ihn traf.

Er hatte ihr das erzählt, letzten Samstag, in diesem abgeschnittenen Halbsatz, den sie erst für einen Schachzug gehalten hatte und dann weggelegt hatte, da, in dem Bereich, wo man Dinge ablegt, die man nicht richtig einordnen will: *erster freier Samstag seit Oktober*. Sie hatte genickt und die Quittung genommen. Jetzt stand er auf ihrer Treppenstufe, und die Quittung war eigentlich die ganze Zeit wichtig gewesen.

Sie stieg aus. Die Luft roch nach Gras und feuchtem Asphalt, und irgendwo kläffte ein Hund einmal kurz und gab dann auf.

„Ich habe heute frei," sagte er. Keine Entschuldigung, keine Frage, ob es in Ordnung war. Nur die Aussage.

„Das hast du mir gesagt," antwortete Greta.

„Ja."

Sie sah die Tüte an. Er sagte: „Kakaopulver. Das gute, aus dem Laden." Eine kurze Pause. „Das aus dem Automaten war das andere."

Greta stand noch drei Meter von ihm entfernt, Schlüssel in der Hand, ihre Lederjacke über dem Arm, und in ihrem Brustkorb saß etwas, das sich anfühlte wie Schwindel, aber aufrechter. Als hätte jemand alle Kartons im Flur umgestellt, und jetzt war die Wegstrecke zur Tür eine andere, und sie musste kurz neu berechnen.

Sie öffnete die Tür. Sie ließ ihn rein.

Der Flur roch nach Farbe und dem alten Teppich darunter, genau wie immer. Danny trat ein, sah einmal kurz die Kartons an, sagte nichts, und Greta machte Licht in der Küche, weil die Deckenlampe im Flur noch immer dieser eine Schalter war, den sie nicht gefunden hatte. Das Licht in der Küche war das Beste im Haus: warm, ein bisschen gelb, das Fenster zur Gasse hin dunkel und beschlagen.

Er stellte die Tüte auf die Theke. Sie zog die Jacke aus.

Es war ein Moment, einer von diesen, die eigentlich nichts sind und trotzdem alles. Er hatte den Rücken zu ihr, las die Rückseite des Kakaopäckchens, obwohl er die Anleitung nicht brauchte, und Greta sah seinen Nacken, die Art, wie das Haar dort aufhörte, und die Breite seiner Schultern unter dem einfachen Flanellhemd. Sie dachte an alle Nächte, in denen sie diese Theke gewesen war, all das Glas zwischen ihnen, und wie das aufgehönt hatte, sie zu schützen.

Sie trat von hinten an ihn heran, legte die Hände an seinen Rücken, fühlte seinen Atem stocken. Er drehte sich um. Sie drückte ihn gegen den Kühlschrank.

Er ließ es zu. Die Hände lagen eine Sekunde zu lang ruhig an seinen Seiten, dann kamen sie nach oben, und er hatte sie an den Hüften, fest, mit einem Griff, der nichts fragte, aber alles wusste. Greta spürte das kühle Metall des Kühlschranks gegen ihren Handrücken, als er sich vorwärtsbewog, und dann war sein Mund an ihrem Mund, und er schmeckte nach nichts Besonderem und nach genau dem.

Er küsste langsam. Absichtlich langsam, als hätte er Zeit, als wäre das eine Entscheidung, die er schon getroffen hatte, bevor er vor ihrer Tür gestanden hatte. Sie machte seine Knöpfe auf, Finger auf warmem Flanell, und er schob ihr die Jacke von den Schultern, und dann war wenig Stoff zwischen ihnen und noch weniger Geduld.

Er hob sie auf die Spüle.

Sie schaffte es, noch kurz das Fenster zu sehen, die Gasse draußen, den ruhigen Ausschnitt von Norristown um ein Uhr morgens, und dann hatte sie die Beine um seine Hüften und seine Hände an ihrer Taille, und der Gedanke an das Fenster war unerheblich geworden. Er zog ihr Hemd über den Kopf. Sie spürte seine Lippen an ihrem Schlüsselbein, an der Schulter, an dem Punkt unterhalb ihres Ohrs, der sie lautlos und geradlinig um den Verstand brachte.

„Danny," sagte sie.

Er hob den Kopf. Sah sie an. Diese Augen, die immer einfach sahen, ohne zu bewerten.

„Ja," sagte er. Eine Antwort.

Sie zogen die restlichen Sachen aus, dort in der Küche, halb unbeholfen, weil Spülbecken keine besonders guten Orte dafür sind, aber das störte keinen von beiden. Er war schlank, aber nicht schmal, und hatte an seinem linken Unterarm eine Narbe, die sie sich später würde zeigen lassen, und an seinen Schulterblättern, wenn er sich vorbeugte, sah sie tatsächlich Grübchen. Anatomisch. Tatsächlich.

Er hatte keine Wahl gehabt, das Bett war zu voll gewesen mit Kartons.

Greta hatte es zuerst, er hatte sie getragen, und dann hatten sie gemeinsam zwei Kartons auf den Flur gestellt, einer davon der mit BÜCHER 2, und er hatte dabei seine Schuhe verloren und sie ihre Fassung, und dann war es weitergegangen, ruhig und nicht ruhig, mit Pausen dazwischen, in denen die nackte Glühbirne an der Decke das Zimmer in dieses verhaltene Gelb tauchte, das Greta immer hatte wechseln wollen und nie gewechselt hatte.

Die Pausen waren das Beste.

In der ersten lag Danny auf dem Rücken, den Arm unter ihrem Kopf, und Greta sah die Grübchen an seinen Schulterblättern. Sie sagte es laut: „Du hast Grübchen. Auch da hinten." Er lachte, kurz und echt, ein Lachen ohne Performance, und der Klang davon in diesem Zimmer mit den unausgepackten Kartons war so unerwartet normal, dass etwas in Greta nachgab, das sie gar nicht gewusst hatte, dass es sich festgehalten hatte. Sie legte den Kopf auf seine Brust und hörte seinen Herzschlag, langsam und beharrlich, wie alles an ihm.

In der zweiten Pause redeten sie. Über nichts Wichtiges, wie er sagte. Über alles, wie es sich anfühlte. Er fragte sie nach dem Reihenhäuschen, seit wann sie hier sei, und sie sagte: vier Monate. Er nickte. Sie fragte ihn nach der Narbe am Unterarm. Er zeigte sie ihr, eine alte Sache, Werkzeug, nichts Dramatisches, und sie fuhr mit dem Finger drüber, eine Geste ohne Bedeutung und trotzdem mit.

Gegen sechs wurde das Licht hinter dem Vorhang anders. Greta bemerkte es zuerst, diesen Wandel von Schwarz zu einem gedämpften Grau, und dann stand sie auf und zog Dannys Flanellhemd über, das auf dem Boden gelegen hatte.

Er kam kurz danach in die Küche, in seiner Jeans und ohne Hemd und ohne Entschuldigung dafür, und sie sah, wie er die braune Papiertüte vom Abend zuvor vom Rand der Spüle nahm und das Kakaopulver herauszog. Er kannte ihre Küche inzwischen gut genug, um den Topf im zweiten Schrank zu finden. Das Wasser aus dem Hahn lief eine Sekunde zu lang kalt, bevor es warm wurde, und er wartete, ohne die Zeit zu verschwenden, weil er ein Mensch war, der wartete.

Greta saß am Küchentisch und sah ihm dabei zu.

Zwei Becher, beide aus dem Regal links, dem einzigen Regal, das sie ausgepackt hatte, weil man Becher braucht, bevor man Bücher braucht. Er rührte beide um, stellte einen vor sie hin.

„Du schaust mich an, als würdest du gleich weglaufen", sagte Danny.

Greta nahm den Becher mit beiden Händen. Die Wärme ging durch den Ton, durch ihre Handflächen, bis in die Handgelenke. Draußen fing Conshohocken an, mit sich selbst anzufangen: ein Auto irgendwo, die gedämpfte Routine eines beginnenden Samstags.

„Ich bin noch hier", sagte sie.

Er setzte sich ihr gegenüber. Die Stille zwischen ihnen war eine, die nicht gefüllt werden musste. Greta schob den Becher quer über den Tisch zu ihm, legte ihre Hand auf seine und sah ihn an, und das Lächeln, das kam, gehörte niemandem außer dem Moment: „Nächste Woche mache ich den Kakao."

Danny drehte die Handfläche um und hielt ihre Finger fest. Draußen wurde Norristown langsam hell.

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✧ Text, Bild und Stimme dieser Geschichte entstehen mit Hilfe von KI. Kuratiert und redigiert von Narrabelle. Wie wir arbeiten

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